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Griechenland 2007 - Sifnos

Überblick Serifos Sifnos Milos Athen

Sonntag, 6. Mai 2007Unsere Route vom 6. Mai

Im Laufe des Tages Einschiffung und Fährüberfahrt nach Sifnos. Nach der Ankunft Transfer quer über die Insel zum Hotel am Strand von Plati Gialos gelegen. Drei Übernachtungen mit Abendessen auf Sifnos. Je nach Ankunft ist am Nachmittag noch ein Spaziergang am Strand vorgesehen oder ein kurzer Ausflug zum Wahrzeichen der Insel, dem kleinen Kirchlein Chrissopigi, bezaubernd auf einer Felseninsel im Meer gelegen.

Der heutige Tag stand unter dem Zeichen grenzenloser Erholung, um nicht Faulenzens zu sagen. Wegen der ständig wechselnde Schiffsfahrpläne muß bei einer solchen Inselreise, wie wir sie unternehmen, immer an den Reisetagen der ganze Tag für den Ortswechsel eingeplant werden.

An Bord, Blick zurück nach SerifosHeute fuhr das Schiff erst um 1255Uhr in Serifos ab, diesmal auch eine alte, langsame Fähre und kein so schneller Katamaran. So konnten wir in aller Ruhe aufstehen, Koffer packen und früstücken, bevor wir uns gemütlich in Richtung Hafen begaben. Dort hatten wir für 1230Uhr einen Treffpunkt vereinbart. Im kleine Hafencafé gabs auf der Terasse wieder ein Gläschen Milch (mit Eiswürfeln) und mit kleiner Verspätung kam unser Schiff, die Panagia Hozoviotissa von NEL-Lines an und brachte uns in einstündiger Überfahrt auf die Nachbarinsel Serifos.

In Kamares, dem Hafenort im Norden von Sifnos, angekommen schüttelten wir beim Verlassen des Schiffs kurz Ikaros die Hand, der gerade an Bord ging, um nun weiter nach Milos vorzufahren. Auf uns wartete derweil schon Anthi, unsere Busfahrerin, die uns zunächst in unser Hotel brachte, das im Süden der Insel im Ort Platys Gialos gelegen war. Auch hier hatten wir wieder einzelne kleine Häuschen im typischen Kykladenstil, in denen jeweils einige Gästezimmer untergebracht waren. Der Pool in der Mitte der Anlage lud auch zum Bade und die dazugehörige Pool-Bar zu einer Erfrischung ein.

Keramik von SifnosFelsen an der Hafeneinfahrt von SifnosNach kurzer Pause bot Wolfgang noch eine kleinen Spaziergang an den Strand an. Da das Hotel leicht am Hang lag, ging es zunächst etwas den Berg hinunter und dann von der Ostseite der Bucht hinüber auf die Westseite. Im Ort war es noch ruhig, denn die Saison startet erst, aber einige Tavernen waren schon geöffnet und auch die Keramik-Läden hatten ihre Waren schon zum Verkauf vorbereitet. Sifnos ist für seine feinen Gebrauchs- und Zierkeramiken in ganz Griechenland bekannt.

Am Ende des Strands konnte man dann mit Wolfgang entweder noch weiter - jetzt wieder bergauf - laufen oder aber in den Ort zurückgehen. Letzteres tat ich mit einigen anderen. Wir kehrten in einer kleinen Ouzerie (2 Häuser neben unserer Taverne für den Abend) ein und bestellte eine Kleinigkeit zu essen und auch ein wenig Ouzo, der hier in kleinen Fläschchen gereicht wurde. Die Wirtsleute waren sehr freundlich und brachten zum Ouzo immer noch ein paar kleine Snacks (Salami, Käse, Überbackenes, kleine Fische, Oliven usw.). Und während wir so da saßen trafen auch immer mehr Teilnehmer unserer Gruppe ein, denen es bei der Wanderung mit Wolfgang dann doch zu warm geworden war. Am Ende stieß dann auch noch Wolfgang mit dem harten Kern der Wanderer dazu.

Rezeptionsraum unseres HotelsEigentlich wollten wir alle auch noch einmal vorm Abendessen ins Hotel, aber die Stimmung in der kleinen Kneipe war so heiter, daß sich einige entschlossen lieber noch etwas sitzen zu bleiben und dann direkt um 1930Uhr in die 2 Häuser weiter gelegene Taverne zu wechseln. Zwischenzeitlich hatte der Ouzo-Wirt auch noch ein paar Waffeln mit Eis und Schokoladensauce spendiert, was ebenfalls für das Bleiben sprach.

Nach dem Abendessen wechselten wir dann noch einmal in die kleine Ouzerie und nahmen dort einen letzten Absacker, bevor wir uns auf den kurzen Weg in unser Hotel zurück machten. Ein gelungener und genial erholsamer Tag war leider nun zu Ende.

Montag, 7. Mai 2007Unsere Route vom 7. Mai

Nach dem Frühstück Auffahrt zur alten Inselhauptstadt Kastro, dem Schmuckstück von Sifnos, das auf einem steilen Felssporn 100 m über dem Meer trohnt. Die auf die venezianische Zeit zurückgehende Siedlung lohnt einen Rundgang und steht seit 1975 komplett unter Denkmalschutz. Nach kurzer Fahrt ist die neue Inselhauptstadt Apollonia erreicht, wo Rundgang und Mittagspause warten. Anschliessend Möglichkeit zur Wanderung (2 ½ h) hinunter zum Ferienort Kamares auf dem alten Pfad für die Maulesel. Rückfahrt zum Hotel.

Da auch auf Sifnos die Busse nicht immer verfügbar sind, hatten wir die Programme des heutigen und morgigen Tages getauscht. So hatten wir also zunächst einen freien Vormittag, den wir jedoch mit einer kleinen Wanderung zu dem kleinen Kloster Panagia Hrissopigi, das selbst auf einer kleinen Felseninsel liegt. Ganz auf der Spitze des Inselchens ist ein Taufstein aufgestellt, an dem traditionsgemäß alle Einwohner getauft werden.

Da die Nachmittagstour erst um 15Uhr am Hotel losging, blieb nach dem Vormittagsspaziergang noch Gelegenheit, sich im mit Meerwasser gefüllten Pool zu erfrischen und anschließend am Strand auch noch einen kleinen Imbis zu sich zu nehmen.

Blick auf KastroÜber das auf dem Berg gelegene Kloster Panagia Vrisis mit herrlichem Blick auf die alte Hauptstadt Kastro am Meer, das ebenfalls wieder extra für uns geöffnet wurde, ging es zunächst zum Strand von Vathi, wo sich eines der luxuriösesten Inselhotels Griechenlands befindet, das im Sommer fast ausschließlich von wohlhabenden Griechen frequentiert wird. Nach einem kurzen Spaziergang am Strand ging es nun ganz in den Norden der Insel in eine kleine Bucht, wo Ouzo und gegrillter Octopus auf uns warteten.

Ouzo-BuchtBei der Fahrt quer durch die Insel konnte man deutlich auch die Unterschiede zwischen Serifos und Sifnos erkennen. Während auf Serifos in der Vergangenheit zwar Eisen- und Kupfererze abgebaut wurden, stellt auf Sifnos bis heute die Keramik und die Landwirtschaft, insbesondere mit dem Olivenanbau, neben dem Tourismus einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. So ist Sifnos insgesamt heute wohlhabender als Serifos aufgestellt, was sich auch in den Häusern und Geschäften zeigt.

Abendessen in der Taverne "Sunset"Nach unserem Aperitiv hatte sich das Wetter auch wieder etwas beruhigt, denn es war zwischenzeitlich einmal ziemlich bewölkt und stürmisch geworden. Doch nun ging es wieder bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen wieder ein Stück zurück, bis wir bei einem völlig einsam stehenden Haus auf einem Bergrücken anhielten und ausstiegen. Es stellte sich heraus, daß dies die Taverne "Sunset" war, von der wir dann auch während des Essens, dem Namen entsprechend, einen herrlichen Sonnenuntergang erleben konnten.

Dienstag, 8. Mai 2007Unsere Route vom 8. Mai

Der Vormittag steht zur freien Verfügung. Ein Halbtagesausflug am Nachmittag in den einsamen Norden der Insel steht heute auf dem Reiseprogramm. Allein die Fahrt durch die macchiabestandene Landschaft bietet wunderbare Sicht auf die Nachbarinseln Milos und Serifos. Am Nordwestende der Insel fällt die Strasse in die einsame Bucht von Chersonissos hinab. Kleine Cafes laden zum Ouzo ein, bevor es zur Taverne "Sunset" zum Abendessen geht. Nehmen Sie bei Sonnenuntergang über dem Meer und guter griechischer Küche Abschied von Sifnos.

Heute besuchten wir dann jene Orte, die ursprünglich für den gestrigen Tag vorgesehen waren. So ging es um 930Uhr mit dem Bus los, zunächst in die alte Hauptstadt der Insel "Kastro", die auf einem kleinen Felsen direkt am Meer gelegen ist. Typisch sind hier wieder die kleinen und verwinkelten Gassen. Da muß man schon gut aufpassen, um nicht den Anschluß an die Gruppe zu verlieren.

Zuerst besuchten wir eine kleine Aussichtsterasse in der oberen Ebene des Dorfes. Und während ich noch einige Aufnahmen machte, war mir genau das passiert, die Gruppe war in den engen Gassen verschwunden und ich stand da. Aber zum Glück war der Ort klein und so habe ich nach kurzer Zeit einen Punkt gefunden, von dem ich kurz mit Wolfgang telefonieren konnte. Da mir auch noch eine kleine Ein-Mann-Eskorte entgegen kam, war der Anschluß schnell wiederhergestellt und schöne Aufnahmen waren auch im Kasten drin.

Eindrücke von Sifnos

Von dem Rundweg, der ganz um den Ortskern herumführt hatten wir noch herrliche Blicke auf das Meer bei strahlendem Sonnenschein. Zum Abschluß unseres Besuchs in der alten Hauptstadt, ließen wir und noch einen Frapes (eine Art Eiskaffee) im Café "Dolci" nieder, befor es mit dem Bus nach Appolonia, der neuen Hauptstadt der Insel ging.

Griechischer EselAppolonia liegt ziemlich in der Mitte der Insel auf ca. 200m Höhe und war somit früher natürlich wesentlich besser vor Piraten geschützt, als das direkt am Meer liegene Kastro. Blumen am WegesrandDa auch die Straßen gerade nur so breit sind, daß der Verkehr fließen kann, blockieren wir beim Aussteigen an einer kleinen Kreuzung in Appolonia dann auch gleich erst einmal den ganzen Straßenverkehr, der sich dann erst einmal wieder auflösen mußte. Auch hier unternahmen wir zunächst einen kleinen Rundgang, bevor wir uns zum Gang in der Taverne "Nerantzo" trafen. Eine besondere Spezialität, die uns hier als Vorspeise angeboten wurde, war ein Salat aus Kapern, wobei hier nicht nur die Früchte sondern die ganze Pflanze eingelegt und zu einem Salat verarbeitet wird.

Straße der Verdammten - Im Hintergrund die Bucht von KamaresAm Nachmittag wanderten wir dann auf einem alten Eselspfad hinunter nach Kamares, an den Hafen. Auf diesem Weg wurden auch früher immer schon alle Waren vom Hafen mühsam in die Hauptstadt transportiert. Aus dieser Zeit stammt auch noch der Name "Straße der Verdammten" für diesen Weg. Wer lieber bequem nach Kamares wollte, konnte natürlich auch wieder mit dem Bus fahren. Aber die meisten zogen doch den schönen, teilweise etwas verwachsenen Fußweg vor. Im unteren Ende des Wegs ging es dann zeitweise durch ein Bachbett, bevor wir am Strand von Kamares ankamen.

Fleißige BienenNach kurzer Rast ging es dann zurück ins Hotel. Das Abenessen fand wieder in der Taverne am Strand statt und danach setzten wir uns noch einmal in der kleinen Ouzerie zusammen, um noch einmal die Eindrücke von dieser wunderschönen Kykladeninsel an uns vorüberziehen zu lassen. Leider haben wir jetzt auch schon unser Bergfest erreicht, denn von den 10 Tagen sind 5 nun vorrüber. Wobei ich hier sagen muß, zum Glück nur 5 Tage, denn "gefühlt" bin ich schon viel länger in Griechenland und so freue ich mich, daß noch weitere 5 Tage Neues auf mich wartet.

Überblick Serifos Sifnos Milos Athen
Sa., 18 Februar, 2012 17:37