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Dienstag, 11. Mai 2010 Im Laufe des Tages Transfer zum Hafen und Fährüberfahrt mit einer Fähre nach Kalymnos, der Insel der Schwammtaucher. Dort sind drei Übernachtungen im Hotel Kalydna Island, einer kleinen Bungalowanlage, vorgesehen. Die sehr ruhige Anlage liegt nur ca. 100 m vom Meer entfernt und verfügt über 64 Zimmer sowie eine sehr schöne Gartenanlage. Je nach Ankunftszeit Besuch der „Nymphengrotte“, die schönste der zahlreichen Höhlen, die es auf dieser Insel zu entdecken gibt. Hotel 11.-14. Mai: Kalydna Island Hotel - Kantouni - Kalymnos
Am Abend gingen wir in eine nahe gelegene Taverne, in der uns ein hervorragendes und abwechslungsreiches Abendessen serviert wurde. Der Ausklang, bei sternenklarem Himmel fand dann in der von mir am Nachmittag entdeckten Taverne "Rock&Blues" statt, wo wir auf der Terasse bei Meeresrauschen den Tag ausklingen ließen. |
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Mittwoch, 12. Mai 2010
Dank vieler EU-Zuschüsse war aus dem von Wolfgang ursprünglich für heute vorgesehene Wanderweg zwischenzeitlich eine Autobahn geworden, die 6 Häuser (fast) an den Rest der Welt anbindet, denn der Highway endet rund 200m vor den Häusern, wohl bei der Gemeindegrenze. Und so hatte Wolfgang kurzfristig das Programm nach seiner Vorreise und die Reihenfolge der Tage geändert.
Der nächste Anleger war dann in Emporeios. Ein kleiner Rundgang führte uns zu einer Badeanalge aus frühristlicher Zeit, von der allerdings fast nichts mehr zu sehen war, da mittlerweile die niedrigen Ruinen schon wieder von Macchia überwuchert waren.
Zwichenzeitlich sitze ich nun wieder im "Rock&Blues" in der wunderschönen Bucht, bei einem Mythos und nutze den Internetzugang, um meinen Reisebericht wieder etwas zu aktualisieren. |
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Donnerstag, 13. Mai 2010
Auf unserem Weg von Koutani, wo unser Hotel liegt, nach Pothia in den Hafen von Kalymnos legten wir zunächst einen Stop bei der Ausgrabung der alten Basilika "Christou tis Jerusalim", die an der Stelle eines alten Apollon-Heiligtums errichtet war, ein. In den Resten der Apsis und des Chors ließen sich auch heute noch viele alte Spolien erkennen, die dem Vorgängertempel entnommen worden waren.
Da wir heute mit einem kleinen Bus unterwegs waren, konnten wir diesen außerplanmäßigen Abstecher über enge, verwinkelte und steile Gassen hinauf unternehmen.
Hinunter durch die engsten Gassen der Stadt, denn der Busfahrer wollte uns keinen Meter zu viel laufen lassen, ging es zu dem kleinen aber sehr schönen Archeologischen Museum, dessen Prunkstück eine noch vollständig erhaltene Bronze-Statue aus hellenistischer Zeit ist. Diese überdauerte - vermutlich nach einem Schiffsunglück - die letzten gut 2000 Jahre unter Wasser und fiel so den Recycling-Maßnahmen für Kupfer und Bronze der Antike und nachfolgender Zeitalter nicht zum Opfer.
Die Schwamm-Taucherei und besonders der Handel mit diesem Meeresgut begründete für etliche Familien hier auf Kalymnos großen Wohlstand. Es war interessant zu sehen, wie vor gut 100Jahren hier in Griechenland die besser gestellten Familien lebten und sich ihre Wohnungen einrichteten. Irgenwie muß damals schon das Wohnzimmer mehr ein Museum als ein wohlicher Raum gewesen sein.
Nach einem kleinen Kaffee oder Ouzo ging es dann auch mit dem Bus in rund 20 Minuten in die wunderschöne Bucht von Vathi. Die Landschaft erinnert mit dem lang und schmal in die Felsen eingeschnittenen Fjord ein wenig an Norwegen, während das blaue Wasser und die mediterane Vegetation dann doch zeigen, daß man in der Ägäis unterwegs ist.
Mittlerweile sitze ich wieder in meiner Bucht von Gestern und schreibe die Tageserlebnisse zusammen. Da es sich zwischenzeitlich etwas eingetrübt und sogar etwas zu regnen begonnen hat, bin ich froh, daß wir den Bootsausflug, der ursprünglich für heute geplant war, schon am gestrigen Tag unternommen hatten. Auch unsere fünf Wanderer, die den italienischen Plattenweg für die Rückkehr von Vathi gewählt hatten, hatten Glück und bekamen auf ihrem Fußweg von Vahti nach Pathianichts von dem Regen mit. Und über den Schatten der Wolken werden sie sich auf dem ansteigenden und schattenlosen Weg auch wohl eher gefreut haben. |