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Sonntag, 2. bis Donnerstag, 6. Oktober 2011 Oracle Open World 2011.
Morgen (Mittwoch, 5. Oktober) wird es dann am Abend zum sogenannten Appreciation-Event auf die Insel Treasure Island gehen, wo unter dem Motto "Legendary" zunächst Sting und dann Tom Petty and the Hearbreakers auftreten werden.
Das Ambiente auf Treasure Island war auch großartig. Von einem Riesenrad konnte man sich dann sogar das ganze Festgelände aus der Vogelperspektive ansehen. Außerdem gab es auch noch diverse Wurfbuden, wo man Plüschtiere erwerfen konnte und natürlich große BBQ-Stände, wo ganze Spanferkel, Salate, Würstchen aber auch Kuchen und andere Süßspeisen serviert wurden. Und für Getränke war natürlich auch in vorgesorgt. Besonders schön war auch das Bild der Bühne mit dem nächtlich beleuchteten San Francisco im Hintergrund, das sich vom Riesenrad aus bot.
Am Donnerstag waren dann noch einmal die letzten Vorträge, was sich aber keinesfalls auf Inhalt und Nutzen bezieht. Den großen Mittelpunkt am Donnerstag bildete natürlich die am Vortag offiziell von Larry Ellison angekündigte Public-Cloud, die nun von Oracle angeboten wird. Mal sehen, was die Zukunft uns noch so alles bringen wird. Um 16Uhr war dann mit der offiziellen Konferenz Schluß und unter dem Motto "It's a wrap" (=Das ist ein Umbruch) fand dann in den Yerba-Buena-Gardens, direkt beim Moscone-Center der sogenannte "Oracle Closing Event" statt. Zwischenzeitlich war der verspätete Regen auch durchgezogen und die Veranstaltung ging so bei strahlendem Sonnenschein erfolgreich zu Ende. |
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Freitag, 7. Oktober 2011 Fahrt über Sacramento nach Lake Tahoe, mit 501m Tiefe der zweittiefste Seen der USA. Nachdem heute wieder Urlaub ist, ging es zunächst vom Hotel in Fisherman's Wharf hinaus zum Flughafen, wo ich meinen Mietwagen abholte. Auch wenn Hertz zwar Stationen Downtown San Francisco hat, mußte ich dennoch zum Flughafen, denn nur dort waren Cabrios bzw. hier heißen die Convertibles zu mieten.
So war alles gut untergebracht und bei strahlendem Sonnenschein und warmen 20°C ging es in San Francisco los. Zunächst führte mich meine Route auf der Interstate nach Sacramento, wo ich dann dem Navi mitteilte, nun keine Autobahnen mehr fahren zu wollen. Das Ergebnis war eine landschaftlich schöne und ansprechende Fahrt durch Wälder und kleine Orte bis es dann wieder auf die US-50 ging, da dies später die einzige Hauptverbindung nach Lake Tahoe war. Allerdings war mittlerweile auch nicht mehr von einer Autobahn sondern eher einer an die Landschaft angepapten Bundesstraße die Rede.
Die Lufttemperatur lag hier in der Höhe auch nur noch bei gut 10°C, was dank der wärmenden Sonne mich aber nicht daran hinderte, weiterhin "oben ohne" zu fahren. Auch wenn das Bild des Cabrios im Schnee etwas fremdartig anmuten mag.
Nach der Ankunft im Hotel, das unmittelbar an der Grenze zu Nevada liegt, unternahm ich noch einen kleinen Nachmittagsspaziergang zum See, wo sich in das rund 15°C kalte Wasser sogar ein vereinzelter Schwimmer verirrt hatte. Interessant ist auch der Stadtaufbau von Sout Lake Tahoe, das in zwei Staaten liegt, einem mit und einem ohne allgemeine Spiel-Konzession. Im kalifornischen Teil sind die Hotels eher im alpenstil gehalten und erinnern an die großen Wintersportorte in der Schweiz, Frankreich oder Italien. Unmittelbar hinter der Staatsgrenze, von meinem Hotel aus ist dies nur die andere Straßenseite erheben sich mit doppelter bis dreifacher Anzahl an Stockwerken die großen Casinos mit ihren zugehörigen Hotels, denn in Nevada darf gespielt werden, was in Kalifornien nur in den indianischen Reservaten möglich ist.
Es ist schon beeindruckend, durch die kilometerlangen Reihen von Spielautomaten und Spieltischen zu laufen, an denen die Leute ihr Gück versuchen, auch wenn sie es nur eher selten dort finden. |
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Samstag, 8. Oktober 2011
Nachdem die Tickets gelöst und die Passagiere alle an Bord waren, hieß es "Leinen los" und es ging für gut zweieinhalb Stunden über den See, der weltweit einer der klarsten und reinsten Süßwasserseen überhaupt ist. Dank einer für Schiffe ungewöhnlich guten Beschallung war es auch ohne weiteres möglich, den Ausführungen des Kapitäns zu folgen, der vieles über den See und seine Geschichte zu erzählen hatte.
Das wunderschöne Panorama, der dank der vorangegangenen Schneefälle sogar schneebedeckten Berge inspirierte dann auch viele Autoren und Regisseure. Auch viele Schauspieler und andere Berühmtheiten hielten und halten sich gerne hier in dieser landschaftlich einmaligen Umgebung auf. So erzählte uns der Kapitän zum Beispiel von Frank Sinatra, der hier ein Spielcasino hatte oder Marylin Monroe, die auch hierher kam.
Aber die meisten von uns dürften sowieso auch die Kulissen des Sees kennen, denn die Regisseure berühmter und bekannter Filme und Serien wählten diesen Ort gerne als Hintergrund ihrer Handlung. Die wohl bekannteste Serie, die hier am See produziert wurde, ist Bonanza mit der Ponderosa, die ganz in der nähe des Sees gelegen ist. Ein weiterer bekannter Film "Bodyguard" mit Kevin Costner und Whitney Houston spielt ebenfalls teilweise an diesem See.
Besonders schön war dabei die abwechslungsreiche und stark bewaldete Landschaft, wo sich immer wieder wunderschöne Ausblicke auf den See boten. Besonders lohnenswert war noch einmal der Blick von oben auf die Emerald Bay, wo ich heute Vormittag mit der Tahoe Queen schon gekreuzt bin. Am späteren Nachmittag erreichte ich dann wieder South Lake Tahoe, wo ich noch einmal übernachten werde. Ein rundum schöner Tag und ein Ort, den man vielleicht auch noch einmal im Winter, wenn hier richtig Schnee liegt, besuchen sollte. |
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Sonntag, 9. Oktober 2011 Fahrt vom Lake Tahoe in den Yosemite-Nationalpark.
Mittlerweile hatte sich die Temperatur auch langsam vom ein- in den unteren zweistelligen Bereich erhöht. Dennoch war die bisherige Fahrt dank guter Kleidung auch bei offenem Verdeck sehr angenehm, denn die Sonne wärmte ihrerseits ganz gut und das herrliche Panorama war natürlich so viel besser zu genießen.
Hier an dem östlichen Parkeingang traf ich auch drei junge deutsche Motorradfahrer aus Hamburg, die gerade eine Schneefrau gebaut und mit rotem Schal dekoriert hatten. Schnee dafür gab es hier oben reichlich.
Unterwegs gab es immer wieder Haltebuchten, wo man zu einem Photostop anhalten oder auch einfach nur den Ausblick genießen konnte. An einem solchen Stop hatte ich dann auch noch einen kleinen Unfall.
Am späten Nachmittag erreichte ich dann mein Ziel, das mitten im Park gelegene Ahwahnee-Hotel, in dem auch schon die englische Queen genächtigt hatte, was in einer Vitrine des Hotels mit Stolz präsentiert und Fotografien belegt wird.
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Montag, 10. Oktober 2011 Der Tag steht ganz für den Yosemite-Nationalpark zur Verfügung.
Leider hatte der Wetterbericht gestern noch zu optimistisch Sonnenschein versprochen, aber eine dichte hohe Bewölkung hinderte die Sonne heute Morgen am Durchkommen. Dennoch lohnte sich der kleine Spaziergang und heute Nachmittag gibt es noch einen weiteren Workshop unter dem Motto "Auf den Spuren von Anselm Adams". Der berühmte amerikanische Landschaftsfotograf hatte viele seiner großartigen Schwarz-Weiß-Bilder hier im Yosemite-Nationalpark aufgenommen. Im nahegelegenen Curry-Village gibt es auch ein kleines Anselm Adams Museum. Der Name Curry-Village geht auf die Firma YP&C Co. (Yosemite Park and Curry Company) zurück, die als erste hier den Park erschlossen und auch das Ahwahnee-Hotel im Jahr 1926 gemäß dem Wunsch des damaligen und ersten Direktors des 1916 eröffneten Nationalparks als erstes Luxushotel in einem Naturpark erbaut hat. Ziel war es, den wohlhabenden und einflußreichen Teil der damaligen Gesellschaft auf den Park aufmerksam zu machen und anzuziehen.
Momentan nutze ich die Zeit auf der Terasse des Hotels, um meinen Reisebericht fortzuschreiben. Gleich werde ich erfahren, ob sich für den heutigen Nachmittagsworkshop genügent Teilnehmer gemeldet haben und dieser um 13Uhr beginnt. Besonders amüsant hier auf der Terasse und auch in der zugehörigen Bar und Lounge sind die kleinen Eichhörnchen, die zwar wild, aber ganz zutraulich hier herumhuschen. Gerade höre ich das Knabbern von einem, das keinen Meter entfernt auf einem Mauervorsprung sitzt und an einer Nuß knurpselt. Zwischenzeitlich ist es Nachmittag geworden und leider hat die Tour auf Anselm Adams Spuren nicht stattgefunden und der Wetterbericht hatte sich zwischenzeitlich auch auf Regen für den Nachmittag festgelegt, was diesmal auch richtig war. So ergab sich nun einmal für mich etwas mehr Zeit, mich um die zwischenzeitlich aufgenommenen Bilder und deren Organisation zu kümmern. Dennoch ergab auch der heutige Tag einige schöne Fotos, die ich als kleine Collage zusammengestellt habe.
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Dienstag, 11. Oktober 2011
Heute ist nun mein letzter Tag in den USA. Da mein Flug nach Sydney aber erst am späten Abend, genau eine Minute vor 11Uhr startet, habe ich noch einen vollen Tag zur Verfügung, um die gut 300km vom Yosemite Nationalpark nach San Francisco Intl. Airport zurückzulegen.
Außerdem war heute auch wieder der Paß zum Glacier Point, dem wohl schönsten Aussichtspunkt im Nationalpark freigegeben. Gestern nämlich waren sowohl der Tioga-Paß als auch die Glacier-Point-Road wegen Eis und Schnee gesperrt. Da hatte ich im Nachhinein gesehen vorgestern bei meiner Anreise großes Glück gehabt, denn ein gesperrter Tioga-Paß hätte zum einen viele schöne Eindrücke verhindert und zum anderen einen Umweg von wohl rund 200km bedeutet.
Auch die Rückfahrt nach San Francisco gestaltete sich abwechsungsreich. Zunächst ging es auf der CA-140 entlang des Merced Rivers aus dem Nationalpark hinaus bis zum kleinen Ort Merced, wo ich dann auf die CA-59 nach Süden abbog, um auf kleineren Straßen quer durch die fruchtbare Eben zu fahren. Es ging vorbei an vielen Farmen und Obst- und Gemüseplantagen. Die bräunlich gelben Töne der Felder kontrastierten sehr schön zum Grün der Obstbäume und dem strahlenden Blau des Himmels. Auf der CA-152 ging es dann wieder westwärts und durch den Ort Los Banos, hinter dem es dann noch einmal über eine Bergkette ging. Die Straße führte am aufgestauten San Luis Reservoir und dem Pacheco State Park vorbei, um dann bei Gilroy in die CA-101 zu wechseln und mich durch San Jose, eine größere und durchaus schöne Stadt, zu führen.
Über eine letzte Hügelkette ging es dann hinab nach Half Moon Bay, wobei unterwegs eine Kürbisfarm die andere ablöste. Und da bald hier Halloween ansteht, war alles mit orangenen Kürbissen auf riesigen Feldern vollgestellt. Überhaupt gab es hier auch einige Parks und Farmen, die für Kinder allerlei Halloween-Belustigungen anboten. Am Pazifik angekommen war eigentlich genau der richtige Sonnenuntergangszeitpunkt erreicht. Nur gab es über dem Ozean auch eine absolut dicke und undurchlässige Wolkenschicht, die den Sonnenuntergang dann doch verhinderte.
Mittlerweile habe ich den Wagen abgegeben und für meinen Flug eingecheckt. In der Lounge schreibe ich nun die Tageserlebnisse zusammen, während ich darauf warte, daß der Flug zum Einchecken aufgerufen wird. Dann geht es in gut 14 Stunden nach Sydney, wo ich am Donnerstag Morgen planmäßig um Halbacht ankommen werde. Der Mittwoch fällt diesesmal einfach zu Gunsten einer längeren Nacht aus. |