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Dienstag, 5. Februar 2019 Am Vormittag Besuch der grossen Gemüsemärkte in Almolonga und Zunil. Beide Dörfer liegen im Zentrum des Gemüseanbaus im Hochland von Guatemala. Geniessen Sie das bunte Markttreiben, bevor es zum Besuch der Kirche in San Andrés de Xecúl geht. Am späten Nachmittag erreichen Sie Panajachel am Atitlán See. Zwei Übernachtungen mit Abendessen vor der traumhaften Kulisse des Sees und der drei Vulkane Toliman, Atitlan und San Pedro. Da die Märkte schon früh öffnen, starteten wir auch heute wieder bereits um 8Uhr in Quetzaltenango und fuhren die wenigen Kilomenter mit dem Bus nach Almolonga, einen größeren Ort mit einem geschäftigen und sehr sehenswerten Obst- und Gemüsemarkt. Überhaupt fogt jetzt nach dem ersten Tell unserer Reise, der mehr der archäologischen Seite der Maya galt, der zweite Teil, in dem wir uns jetzt mit den Maya im heutigen Guatemala beschäftigen werden. Auf dem Märkten bietet sich dazu eine besonders gute Gelegenheit und ein hiesiger Gemüsemarkt ist nur sehr bedingt mit einem unsere deutschen Markttage zu vergleichen. Das fängt schon beim Gemüse an, das hier in einer ganz anderen Größe auf den Markt kommt. Und dazu ist anzumerken, daß dieses Gemüse auch äußerst schmackhaft ist, wie wir schon mehrfach in den vergangenen Tagen feststellen konnten. Die einzelnen Maya-Stämme tragen unterschiedliche Trachten, die sich auch noch einmal zwischen einzelnen Orten stark unterscheiden. Walter erklärte uns auch immer wieder, woher einzelne Gruppen kommen mußten. Wir besuchten auch die lokalen Kirchen, in denen sich teilweise sehr stark von alter Maya-Tradition geprägte Figuren und Dartsellungen finden lassen. Nach einem ausgedehnten Rundgang über den Markt in Almolonga fuhren wir noch zum nächsten Ort nach Zunil, wo uns ebenfalls wieder ein Gemüsemarkt erwartete, der aber wieder ganz eigene Eindrücke hinterließ. Weitere Stops führten uns zu einer Glasbläserei, in der Altglas zu neuen Gefäßen und Lampen umgefertigt wird und auch nach San Andrés Xecul, wo eine ganz besondere Kirche zu finden ist. Die einheimische Bevölkerung woltle sich nämlich nicht so recht christianisieren lassen und vielmehr an ihren Schamanen und alten Maya-Ritualen festhalten. Aus diesem Grund wurde die Kirche außen auch sehr bunt und eigenwillig verziert. So findet sich hier z.B. eine sehr ungewöhnliche Darstellung Marias als Schwangere. Danach verließen wir das Departement Quetzaltenango und fuhren wieder einen Teil der Straße von gestern zurück, wieder über den Alaska Paß mit schönem Blick auf die zwei großen Vulkane von Quetzaltenango. Gegen Mittag bogen wir dann in Richtung zum Atitlan See ab und fuhren steil die Berge hinunter zu dem auf rund 1.600m Höhe liegenden Atitlan See. In einem gemütlichen Lokal in Panachel, das von deutschen Auswanderern seit über 30 Jahren geführt wird, hatten wir ein sehr gutes Mittagessen. Nach einem kleinen Shopping-Bummel auf der Hauptstraße hinunter bis zum See fuhren wir dann noch die wenigen Kilomenter zurück zum Hotel, das in einem sehr schön angelegten Garten liegt. |
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Mittwoch, 6. Februar 2019 Die einzigartige Atmosphäre des Atitlán Sees und seiner Umgebung lernen Sie heute auf einem Bootsausflug kennen. Ziel des Bootsausflugs ist zunächst das Dorf Santiago Atitlán, am Fuße der mächtigen Vulkane gelegen und Zentrum der Tzutujíl Maya. Das Dorf blickt auf eine jahrhundertealte Maya-Vergangenheit zurück. Trotz des Einzugs des Tourismus spiegelt sich diese Vergangenheit noch heute in Tradition, Lebensweise und natürlich auch im Leben auf den Strassen und Märkten wider. Anschließend Besuch von San Juan La Laguna. Am Nachmittag geht es zum Dorf San Antonio Palopó, welches für seine Textilherstellung bekannt ist. Bis heute nutzen die Frauen den traditionellen Hüft-Webstuhl. Die Bewohner bestreiten ihren Lebensunterhalt weiterhin mit dem Anbau von Zwiebeln und Anis. Rückfahrt zum Hotel in Panajachel. Am heutigen Tag werden wir den ganzen Atitlan See mit drei seiner Dörfer kennen lernen. Um 8:30Uhr starten wir direkt vom Anleger am Hotel mit einem kleinen Boot und fahren zuerst ans Ende des Sees nach San Juan La Laguna. Da der See in einem ehemaligen Vulkankrater liegt geht es an den Ufern recht steil hinauf und so führte uns unser Weg in den Ort dann auch auf einer sehr steilen Straße, die sich TukTuks teils langsam hochquälten. Wir entschieden uns bis hinauf zur Kirche jedoch zu Fuß zu laufen. Zuerst besuchten wir die am oberen Ortsende gelegene Kirche. Als wir diese gerade verließen, hörten wir draußen getragene Trauermusik und sahen dann auch einen großen Trauerzug, der gerade auf dem Weg in die Kirche war. Unterwegs machten wir dann bei einer Kooperative halt, die sich mit der Herstellung von gewebten Stoffen für die traditionelle Kleidung oder auch Tischdecken und Tischläufer beschäftigte. Hier bekamen wir zuerst die unterschiedlichen Arten der hiesigen Baumwolle gezeigt, wobei nur die weiße zur Färbung mit natürlichen Farbstoffen, hauptsächlich der Rinde verschiedener Bäume oder Pflanzen, verwendet wird. Doch vor dem Färben muß die Baumwolle gesponnen werden, was uns daher auch als nächstes gezeigt und erklärt wurde. Dem nun folgenden Farbsud, der aus den pflanzlichen Rohstoffen gekocht wird, gibt man auch immer ein Stück von einer Bananenstaude hinzu, da deren Inhaltsstoffe die Farbe in der Baumwolle fixiert und ein abfärben verhindert. Wenn die Wolle gefärbt und getrocknet ist, wird sie auf einem speziellen Holzrahmen mit abwechselnden Farben aufgespannt. Dieser liefert dann die Kettfäden, für den einfachen Webstuhl, der mit Seilen auf der einen und einem Gürtel auf der anderen Seite zwischen Weberin und Wand eingespannt wird. Danach werden in diesem traditionellen und alten Webstuhl, der noch weit vor der Erfindung der mechanischen Webstühle liegt, wunderschöne Stoffe mit Mustern in vielen bunten Farben gewebt. Der nächste Stop auf unserem Weg war eine weitere Kooperative, die sich mit dem Anbau und der Verarbeitung verschiedener Heilplfanzen zu Salben und kosmetischen Produkten beschäftigte. Ein ebenfalls sehr interessanter Einblick in das lokale Handwerk. Der dritte Handwerksbetrieb, den wir in San Juan La Laguna besuchten, war eine Schokoladenmanufaktur, in der uns gezeigt wurde, wie aus den Kakao-Bohnen gute Schokolade hergestellt wird. Auf dem Rückweg zum Boot gab es dann noch Gelegenheit in einem der vielen Geschäfte noch kleine Souvenirs zu erwerben. Nächste Station nach nur kurzer Bootsfahrt war der Ort Santiago Atitlan, an dem am Ufer, mittlerweile teils unter Wasser ein Platz zu sehen war, der vor einigen Jahren von der Gemeinde gebaut worden war, aber dann durch einen steigenden Wasserstand des Sees überflutet wurde, dessen Ursache bis heute unklar ist. Hier führte uns unser Rundweg zuerst durch eine sehr schöne Markthalle, die sich über mehrere Stockwerke verteilte und ein buntes Treiben boot. Beeindruckend ist auch immer wieder, daß trotz der sehr "übersichtlichen" Verkabelung irgendwie doch der Strom seinen Weg zum Verbraucher findet. Auch hier besuchten wir noch die katholische Kirche des Ortes. Hier waren die einzelnen Figurengruppen besonders interessant, die alle in den unterschiedlichen Trachten der einzelnen Maya-Gruppen gekleidet waren. Nach einem Mittagessen im Ort und bevor wir dann zum Boot zurückkehrten, besuchten wir noch eine dem lokalen Maya-Glauben gewidmete Stätte, an der auch gerade ein Einheimischer sich in einem Ritual Beistand durch Macimon erhoffte. Für 10 Quetzales war es auch gestattett, die Zeremonie zu fotografieren. Letzte Station am See war der Ort San Antonio Palopó zu dem wir in gut 30 Minuten über den ganzen See zurückfuhren. Hier wartete Julio mit unserem Bus, in dem wir unser Ausflugsgepäck deponieren konnten, bevor wir den Rundgang durch diesen letzten Ort auf unserer Bootstour begannen. Nach dem Rundgang fuhren wir mit dem Bus dann noch durch Santa Catarina Palopó und Panajachel hindurch wieder zurück zu unserem Hotel, wo wir den restlichen Nachmittag noch in der schönen Gartenanlage unseres Hotels verbringen konnten. |