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Dienstag, 14. November 2017 Bereits nach kurzer Zeit ist Bagan erreicht, die alte Königsstadt des Landes. Über 3000 buddhistische Monumente, die zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert entstanden sind, ziehen den Besucher in ihren Bann. Bewundern Sie an ausgewählten Monumenten die Vielfalt der Tempelarchitektur und einmalige Wandmalereien. Trotz der Lage der Tempelstadt in einer kargen Savanne bieten sich, besonders bei untergehender Sonne, einmalige Landschaftsbilder. Am späten Nachmittag Transfer zum Aureum Palace Spa Resort, wo zwei Übernachtungen mit Abendessen vorgesehen sind. Kurz vor Sonnenaufgang gegen 6Uhr starteten die Maschinen und wir verließen unseren Liegepßlatz irgendwo auf dem Ayerawadi in Richtung Bagan. Dort kamen wir gegen 9Uhr an und verließen dann auch gleich unser Schiff, auf dem ich auch gerne noch einen weiteren Tag gefahren wäre. Nachdem die Crew und einige Helfer das Gepäck das Ufer hinaufgetragen und in unserem Bus verstaut hatten, fuhren wir auch schon gleich los, um die Anlage von Bagan zu besichtigen. Dabei ging es zuerst zu einem kleinen Dorf, in dem wir beobachten konnten, wie die Lackarbeiten hergestellt werden. Später konnten wir dann in einem größeren Handwerksbetrieb das Ganze dann noch etwas genauer beobachten.
In diesem Dorf konnten wir auch sehen, wie aus Bambusstagen dünne Streifen hergestellt und dann zu Bambusmatten geflochten werden, die z.B. als Wände bei den Häusern dienen. Besonders interessant war, wie mit einem einfachen Messer und einer gekonnten Technik, bei der ein Fuß als dritte Hand dient, aus dem dicken Bambus die einzelnen dünnen Schichten geschnitten werden.
Nächster Stop war dann eine Pagode von deren Tempel aus man einen atemberaubenden Blick über die ganze Landschaft und die vielen Tempel und Stupas hattet. Vereinzelt waren Tempel auch mit einem Babusgerüst eingerüstet, da im letzten Jahr ein Erdbeben der Magnitude 6.8 einiige der Tempel in Mitleidenschaft gezogen hatte. Wir besuchten dann noch einige weitere Pagoden in dem riesigen Gelände, auf dem sich über 3.000 Pagoden und Stupas befinden.
Am späteren Nachmittag fuhren wir zum Abschluß dann noch in eine Lackmanufaktur, in der wunderschöne Lackarbeiten hergestellt werden. Hier konnten wir die einzelnen Herstellungsschritte vom Herstellen der Rohform aus Bambus und, wenn diese elastisch sein soll aus Bambus und Pferdehaar, über die Lackierschritte, das Auskratzen der Muster mit der Stahlfeder, das Einfärben und erneute Lackieren bis hin zum fertigen Produkt detailliert betrachten.
In einem besonderen Ausstellungsraum waren die besten - und auch teuersten - Stücke ausgestellt. Da konnte dann für eine Kommode auch schon mal 7.000$ fällig werden. Andererseits muß man aber auch sagen, daß diese Stücke wunderschön waren. Und außerdem erfuhren wir noch, daß alle diese Stücke, egal ob eine kleine Tasse oder ein großes Möbelstück ohne Ausnahme einen Herstellungsprozeß von 3 Jahren durchlaufen müssen. Dieser besteht in immer neuem Auftragen von Lackschichten und dem langsamen Aushärten und Trocken der Lacke, wozu die Stücke immer in einen Keller geräumt werden, damit das Trocknen und Aushärten gleichmäßig und langsam vor sich geht. Denn nur so kann die hohe Qualität des Produktes gewährleistet werden. |
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Mittwoch, 15. November 2017 Ein Tagesausflug in die Umgebung von Bagan steht heute auf Ihrem Programm. Nach ca. einer Stunde Fahrt ist der berühmte Mount Popa erreicht. Nach dem Erklimmen von 777 Stufen bietet sich eine fantastische Aussicht auf die gesamte Umgebung. Im Nahe gelegenen Städtchen Salay befindet sich das auf 154 Teaksäulen errichtete Holzkloster Yokesone, das wertvolle Schnitzereien birgt, die das Leben Buddhas schildern. Am Nachmittag Rückfahrt und Abendessen im Hotel. Da wir noch einige Wartenlistenplätze auf der Ballonfahrt bekommen hatten, war die Nacht heute wieder sehr kurz gewesen. Um 5:15Uhr wurden wir von "Ballons over Bagan" mit einem Bus abgeholt und zum Startplatz der Ballons gefahren, der in der Nähe des Golfplatzes gelegen ist. Dort waren schon einige Gruppen angekommen und für uns war ein Kreis für 32 Personen zusammengestellt, wo wir einen heißen Kaffe oder Tee und unser Briefing erhielten.
Danach wurde wir auf zwei Ballone verteilt, die jewils mit einem großen Korb für jeweils 16 Passaagiere und einen Pilot konzipiert waren. Nachdem wir wußten, wie wir einsteigen und uns dann auch später bei der Landung verhalten mußten, wurden die Ballone von den vielen Helfern der Fahrunternehmen gefüllt. Dabei boten sich schon die ersten schönen Bilder, besonders wenn die Heißluft mit den großen, leistungsstarken Brennern in die riesigen Ballonhüllen geblasen wurden. Nachdem der Ballon gefüllt und der Korb senkrecht stand, durften wir einsteichen und uns im Korb in den jeweils 4 Passagiere fassenden Abteilen einsortieren.
Kurz danach hoben wir dann auch schon ab und reihten uns in die anderen bereits gestarteten Ballone ein. Die Sonne war auch schon aufgeangen, machte sich aber hinter einer relativ geschlossenen Wolkendecke etwsa rar. Dennoch boten sich atemberaubende Blicke über die vielen vielen kleine Tempel und Pagoden in der Landschaft um Bagan.
Damit auch jeder etwas von der Fahrt hatte, ließ unser Pilot Robert, ein waschechter Brite, unseren Ballon sich immer langsam um die eigene Achse drehen, während er die Richtung der Fahrt durch eine geeignete Höhe steuerte. Insgesamt waren heute über 20 Ballone unterwegs, die auch immer für wunderschöne Fotomotive in Verbindung mit den vielen Tempeln sorgten.
Gegen Ende der Fahrt suchten wir uns dann einen schönen Acker aus, der auch für die Begleitfahrzeuge gut zu erreichen war. Hier gab es nach der Landung auch noch ein kleines Champagner-Frühstück und einige Händler aus dem umligenden Ort boten uns ihre Waren an.
Kurz von 9Uhr waren wir dann wieder im Hotel zurück, wo es nach einem kurzen Frühstück dann zu dem Ausflug zum Mount Popa los ging. Diese Fahrt führte uns dann etwa 40km in die umligenden Berge, wo auf dem auf dem Mount Popa oben eine Pagode gelegen ist. Unterwegs machten wir noch bei einem kleinen Betrieb halt, wo aus Palmsaft Schnaps hergestellt wurde. Außerdem konnten wir hier auch den Betrieb einer Erdnuß-Öl-Mühle betrachten und unterwegs ein paar Landarbeiter sehen, die mit Ochsenkarren oder großen Heuballen auf dem Kopf unterwegs waren.
Nachdem wir in Kyaukpadaung, dem Ort bei Mount Popa angekommen waren, mußten wir zuerst etwas durch den Ort gehen, da wir nicht bis zum Fuß des Mount Popa fahren konnten. In der letzten Regenzeit war die Straße unterspült worden und abgesackt, sodaß Busse diese nicht mehr passieren können. Am Fuß des Mount Popa angelangt besuchten wir dann zuerst ein paar Geister, denn die Geisterverehrung ist hier in dieser Region sehr groß.
Dies rufft dann wiederum Einheimische auf den Plan, die mit einem Schrubber einzelne Stufen kehren und bei jedem vorbeigehenden Passanten ein "Donation for Cleaning" rufen. Ein ausgeklügeltes System, an dem man sich bis zum Tempel vorbeischaffen muß. Auf der Spitze finden sich dann viele kleine Tempel mit bunt beleuchteten Buddha-Statuen und auch Figuren von Geistern Verstorbener, die einen schon am Fuß und beim Aufstieg begleitet haben.
Nachdem wir uns oben umgesehen und wieder die 777 Stufen runtergestiegen waren, fuhren wir mit dem Bus zum gegenüberliegenen Mount Popa Resort, das vom selben Hotelier betrieben wird wie unser Hotel in Bagan.
Dort konnten wir ein leckeres Mittagessen zu uns nehmen, während wir den wunderschönen Blick auf den gegenüberliegenden Mount Popa genossen. Auf der Rückfahrt besuchten wir dann nooh kurz vor dem Hotel eine kleine Pagode in der gerade eine Gruppe Mönche und Buddhisten zu einer 4-tägigen Meditation zuzsammengekommen waren, bei der die Teilnehmer abwechselnd rund um die Uhr Gesänge rezitierten. Im Hotel bot sich uns dann noch ein schöner Sonnenuntergang bevor wir am Abend wie schon gestern am Pool unser Abendessen genossen.
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Donnerstag, 16. November 2017
Heute ging es dann schon wieder zurück zum Flughafen, wo wir mit einem kurzen Flug von 35 Minuten nach Heho in die Shan Region flogen. Im Flugzeug war Free Seating ausgerufen, was trotz eines voll besetzen Flugzeugs problemlos vor sich ging. Im Prinzip saßen wir alle so ungefähr da, wo wir auf dem Hinflug nach Bagan im baugleichen Flugzeugtyp gesessen hatten. Nach der Landung in Heho begrüßte uns dort ein Vertreter von Diethelm Travel, der heute väterliche Pflichten zu erfüllen hatte un dsich seinen Sohn einfach um die Brust geschnallt hatte. Das war für uns dann natürlich gleich das erste gelungene Fotomotiv des heutigen Tages. Vom Flughafen aus ging es dann zunächst in den Ort Heho, wo heute der alle 5 Tage stattfindende Wochenmarkt zum Besuch einlud. Dieser Markt bot unendliche Motive und war sehr interessant.
Nach vielen bunten Eindrücken fuhren wir dann eine gute Stunde bis zum Ort Kalaw, der rund 40km westlich von Heho in den Bergen auf ca. 1400m Höhe liegt. Unsere Lodge, in der wir die nächste Nacht verbringen werden liegt mitten in den Bergen und noch einmal fast eine halbe Stunde von Kalwa entfernt. Dabei führt der Weg über eine teilweise recht ausgewaschene unbefestigte Straße mitten ins Niemandsland. Dort erwartete uns dann aber eine wunderschön gestaltete und harmonisch in der Landschaft liegende Lodge. Da in der Höhe auch die Temperaturen mit rund 25°C sehr angenehm waren, freuten wir uns, den Nachmittag und Abend hier verbringen zu können.
Während Wolfgang mit den restlichen Gästen eine kleine Wanderung in die Umgebung des Hotels unternahm, nutzte ich die Zeit, den Reisebericht zu aktualisieren und mit Bildern zu versehen. Am Abend erwartete uns dann im Restaurant bei einem schönen Kaminfeuer unser Abendessen. |