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Titel Estland

Überblick Littauen Lettland Estland

Samstag, 22. Juni 2013

Heute erwartet Sie ein Stadtrundgang in Tallinn und Umgebung. Sie sehen die schönsten Sehenswürdigkeiten, u.a. Schloss und Park Kadriorg, den Sängerpark und die Ruinen der St. Brigita Festung. Tallinn ist ein wahres Museum unter freiem Himmel. Die Altstadt wurde 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Das historische Zentrum Tallinns hat eine über Jahrhunderte erhaltene und die Altstadt umschließende Stadtmauer und ist deshalb eine wahre Perle von hohem kulturhistorischem Rang. Genießen Sie das immer noch vorhandene Flair des Mittelalters. Es warten auf Sie der "Lange Hermann" und die "Dicke Margarete". Sie besichtigen den Toompea-Hügel, die Alexander-Newski-Kathedrale, den Hermannsturm sowie den Kanonenturm „Kiek in de Kök“. Der Domberg mit Dom und das gotische Rathaus werden Sie ebenfalls begeistern. Nachmittags Ausflug zum ethnologischen Freilichtmuseum Rocca al Mare, das 10km von Tallinn entfernt direkt am Strand der Koplibucht liegt. Der Name selbst ist italienischer Herkunft und bedeutet „Felsen an der See“. Die Wege im schönen Waldpark führen an einer Fülle verschiedenster Holzgebäude aus dem 17.-19. Jh. vorbei, die aus einzelnen Regionen Estlands zusammengetragen und wieder originalgetreu aufgebaut wurden. Abendessen und Übernachtung in Tallinn.

Zunächst ging es mit dem Bus in den Nordosten der Stadt in das Caterinenthal, das heute den Namen Kadriorg trägt. Dort befindet sich das estnische Kunstmuseum, das hier nur als "KuMu" bezeichnet wird. Der Name steht als estnischsprachige Abkürzung für Kunstimuuseum und zeugt von der Vorliebe der Esten, vieles mit kurzen, prägnaten Namen zu versehen.

Nahe beim KuMu in der Weizenbergi-Straße befindet sich auch das restaurierte Schloß Catherinetal hinter dem Sitz des lettischen Präsidenten. Heute wird in dem Schloß, das dem KuMu angeschlossen ist, ausländische Kunst vom 16. bis 20. Jh. gezeigt.

Nun fuhren wir mit dem Bus weiter zur Sängerbühne, wo alle 5 Jahre das estnische Liederfest stattfindet. Diese Tradition geht bis ins Jahr 1869 zurück und das nächste Fest findet im kommenden Jahr, 2014 statt. Der Zuhörerbereich faßt über 70.000 Besucher und auf der Bühne trat 2009 der gemeinsame Chor mit 18.000 Sängern auf. Seit 2003 ist diese Veranstaltung auch von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt und 2008 in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen worden.

Nach einem kurzen weiteren Stop an der Küste mit Blick auf den Hafen von Tallin ging es zum 10km entfernten Freilichtmuseum Rocca al Mare. Hier in diesem großen Freilichtmuseum konnten wir uns einen guten Überblick über Häuser und Lebensgewohnheiten der Esten in der Zeit vor 150 und mehr Jahren verschaffen.

Am Nachmittag führte uns dann unser Ausflug in die Oberstadt, Domberg oder Toompea, wo wir am Lossi-Platz unseren Bus verabschiedeten und den Rest der Führung zu Fuß zurücklegten. Gegenüber dem Platz befindet sich die große, russich orthodoxe Aleksander Nevski Kathedrale, in der gerade eine Trauerfeier an einem Seitenaltar stattfand. Besonders beeindruckend waren hier die herrlichen Gesänge, die von einem kleinen Laienchor zur Trauerfeier gesungen wurden.

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Im Talliner Dom (auf estnisch: Tallinna Toomkirik) konnten wir die zahlreichen, aufwändig gestalteten Wappen-Epitaphien sehen, die von den vielen mit Tallin verbundenen Familien zeugen.

Nachdem wir die Oberstadt besichtigt hatten, gingen wir auf dem typischen groben und unregelmäßigem Kopfstein-Pflaster, das bei uns auch Katzenköpfe genannt wird, in die Unterstadt, die auch den Namen Reval trägt.

Im Café Kalev, das auch ein kleines Marzipan-Museum beherbergt, konnten wir uns über die Herstellung und kunstvolle Verzierung von Marzipan informieren.

Sonntag, 23. Juni 2013

Der größte Nationalpark in Estland ist von unvergleichlicher Schönheit. Bei einer Rundfahrt über die schmalen Straßen des Parks stösst man auf wunderschöne restaurierte alte Gutshöfe. Dazwischen unberührte Natur: Seen, Moore, Wälder und viele Wasserläufe, die für eine Vielzahl seltener Tiere und Pflanzen als Lebensraum dienen. Das prachtvolle Gut Palmse gilt als Perle des Nationalparks. Abendessen und Übernachtung in Tallinn.

Heute hatten wir noch einma Natur pur auf dem Programm. Gut ausgerüstet mit ausreichend Autan ging es in den Lahemaa-Nationalpark, ein Hochmoor, das noch einmal beeindruckende Natur bieten sollte.

Wie schon auf der ganzen Reise war auch heute wieder das Wetter optimal und das Wollgras leuchtete regelrecht in den Moorwiesen und in den Tümpeln spiegelten sich der blaue Himmel und dekorative weiße Wolken.

Hier im Wald konnte ich dann auch mal das Islanmoos in Natura sehen, das ich noch von meiner Modelleisenbahn her kannte, weil man damit so schön Büsche und Hecken nachbilden kann.

Inmitten des Parks war ein kleiner Hochstand aufgebaut, von dem aus man einen fantastischen Blick über das gesamte Moor hatte.

Nachdem wir gut eine Stunde durch das Moor gelaufen waren, ging es mit dem Bus ein wenig weiter zum Landgut Palmse. Zuvor machten wir noch in einem von deutschen Auswanderern geführten Lokal einen kurzen Stop.

Das repräsentative Herrenhaus stammt aus dem Ende des 17. Jahrhunderts und wurde von der Familie von der Pahlen erbaut, die das Gut 1677 übernahm. Sein heutiges Aussehen erhielt das Gut im 19. Jahrhundert.

Während in sowjetischer Zeit nach dem zweiten Weltkrieg das Areal zu unterschiedlichsten Zwecken genutzt und kaum bis gar kein Wert auf die Erhaltung der Bausubstanz Wert gelegt wurde, ist das Anwesen heute wieder in einem sehr gut restaurierten Zustand und wir konnten uns sehr gut einen Eindruck über das Leben der Gutsbesitzer in den vergangenen Jahrhunderten verschaffen.

Besonders interessant ist das Konzept des Museums im Herrenhaus. Hier sind alle Einrichtungsgegenstände und auch einige Kostüme durchaus auch zur Nutzung durch die Besucher bestimmt.

Bevor es zurück nach Tallin ging, machten wir noch einen Abstecher zum kleinen Küstenort Altja. Dort gab es auch eine urige Kneipe und da es zwischenzeitlich ein Uhr am Nachmittag war, paßte es gut, daß wir hier auch einen Tisch für das Mittagessen zuvor reserviert hatten.

Das große Lokal war auch gut besucht, denn der Ort wird gerne von Reisegruppen besucht, da man hier sehr gut sehen kann, wie die Ostseefischer leben.

Hier am Meer war Nebel aufgezogen und die Stimmung am Strand mit den alten Fischerhütten, Netzen, die zum Trocknen aufgespannt waren und dem Meer, das sich in der Unendlichkeit des weißen Nebels verlor, hatte schon etwas mystisches.

Montag, 24. Juni 2013

Der Vormittag steht für eigene Entdeckungen in Tallinn zur Verfügung. Am Nachmittag Transfer zum Flughafen und Rückflug mit Lufthansa nach Frankfurt.

Den Vormittag habe ich zunächst genutzt, ein wenig Ordnung in meinen Reisebericht zu bringen und schon einmal die ganzen Bilder zu sichten und auszuwählen. Darüber ging dann der Vormittag auch schnell rum.

Zum Mittagessen hatte Wolfgang noch einmal die ganze Gruppe eingeladen und wir trafen uns am Marktplatz von Tallin. Das Essen war noch einmal sehr gut und nachdem wir zurück im Hotel waren, hieß es dann auch gleich schon Koffer in den Bus einzuladen und zum Flughafen zu fahren.

Nijole und unser Busfahrer hatten dann auch noch eine lange Fahrt zurück bis nach Vilnius vor sich. Daher fiel der Abschied dann auch relativ kurz aus. Der Flug verlief pünktlich und auch die Gepäckausgabe in Frankfurt funktionierte gut.

So schnell wie diese 10 Tage vorbei gegangen sind, so vielfältig und schön sind die Erinnerungen an diese Reise. Und nächstes Jahr, im Februar steht dann hoffentlich Ceylon auf dem Programm. Den Urlaub dafür habe ich auf jeden Fall schon einmal eingereicht.

Überblick Littauen Lettland Estland
Mi., 30 Januar, 2019 19:50