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Mittwoch, 19. Juni 2013
An diese Legende erinnert heute noch eine weiße Marien-Statue, die auch auf dem Hügel inmitten der abertausenden Kreuze steht. Nach einem Besuch von Papst Johannes Paus II im Jahr 1993 wurde in unmittelbarer Nähe des Hügels ein Kloster errichtet. Das von Franziskanern bewohnte Kloster wurde dann im Jahr 2000 eingeweiht. Interessant ist, daß hinter dem Altar kein Altarbild aufgestellt ist, sondern ein großes Fenster den Blick direkt auf den Berg der Kreuze freigibt.
Der erste Punkt in Lettland, noch vor Riga war das wunderschöne, von Rastrelli gebaute Barockschloß Rundale. Das Schloß diente seit 1740 mit Unterbrechungen den kurländischen Herzögen, zuerst Ernst Johann Biron, als Sommerresidenz. Heute ist das in Staatsbesitz befindliche Schloß mit seinem großen Park Museum und Anziehungspunkt für viele Touristen. Die Räume im Schloß sind mit viel Liebe zum Detail originalgetreu wiederhergestellt und vermitteln so sehr gut einen Eindruck über das Leben des kurländischen Herzogs in den Sommermonaten.
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Donnerstag, 20. Juni 2013 Heute unternehmen Sie eine interessante Rundfahrt durch Rigas mittelalterliche Altstadt mit ihren winkeligen Gassen und zahlreichen Gebäuden aus Romanik und Gotik: der Dom, die Petrikirche, die Große und die Kleine Gilde, das Schwedentor sowie das schöne Architekturensemble der Drei Brüder und romantische Handwerkergässchen. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung. Abendessen und Übernachtung in Riga.
In der Außenerscheinung des Doms kontrastiert der wuchtige Barock-Turm mit dem eleganten, hochragenden gotischen Kirchenschiff.
Durch kleine Gassen ging es weiter durch die Altstadt zur St. Petri-Kirche. Hier vor der Kirche ist auch eine Bronze-Skulptur der Bremer Stadtmusikanten zu sehen, die die Städtepartnerschaft zwischen Riga und Bremen dokumentieren.
Die Schwarzhäupter waren Vereinigungen von Kaufleuten der baltischen Hansestädte. Schutzpatron der Gilde war zunächst St. Georg, aus dessen lokalen Bruderschaften die Schwarzäupter hervorgegangen waren. Der Name "Schwarzhäupter" weißt auf den im Wappen dargestellten Mohrenkopf hin, der als Symbol des Hl. Mauritius, des späteren Schutzpatrons, Einzug in das Wappen fand. Erst 1939, im Rahmen des Hitler-Stalin-Pakts, wurde die Gilde in Riga aufgelöst und aus dem Vereinsregister gestrichen. Diese gründete sich im Jahr 1960 zunächst in Hamburg unter dem Namen "Compagnie der Schwarzen Häupter aus Riga e.V." neu und zog 1980 in die Partnerstadt Rigas, nach Bremen um. Der berühmte Silberschat der Gilde befindet sich seit 1987 in Bremen und wird dort alljährlich im Herbst zum Brüdermahl der Gilde hervorgeholt. Hier am Marktplatz holte uns dann der Bus ab, um uns in den nördlich vom Zentrum gelegenen Stadtteil Centra Rajons zu bringen. Dort befinden sich die meisten, der wunderschönen aus der Jugendstil-Zeit stammenden Gebäude, die wir uns nun noch ansehen wollten, bevor wir zurück am Hotel einen freien Nachmittag haben sollten.
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Freitag, 21. Juni 2013
Und wieder hieß es heute, einem baltischen Land auf Wiedersehen zu sagen. Nach rund einer Stunde Fahrzeit erreichten wir bei Sigulda das neue Schloß. Am Parkplatz erinnerte die dort aus Metall und Steinen zusammengestellte Armee ein wenig an die Blechbüchsenarmee der Augsburger Puppenkiste.
Das Grab des sonst zwischenzeitlich aufgelassenen Friedhofs ist heute noch unter einer alten Linde zu sehen und es wird von der Bevölkerung immer noch verehrt. Viele lettische Brautpaare kommen nach der Hochzeit in die Stadt Sigulda, um dort ihren Brautstrauß von einer Brücke in die Gauja zu werfen und sich im Andenken an die Rose von Turaida ewige Treue zu schwören. Zwischenzeitlich sind wir bei der Burg von Turaida angekommen, doch bevor wir zum Burghof gehen, spazieren wir noch durch den angrenzenden Park in dem einige neuzeitliche Steinskulputren ausgestellt sind.
Nach der Besichtigung der Burganlage ging es dann wieder zurück zum Bus. Unterwegs machten wir dann noch eine kurze Mittagspause an einem kleinen Rasthof, bevor es dann über die Grenze in das letzte baltische Land unserer Reise ging, Estland. |